Frohes neues Jahr!
Am Montag den 24.1., 18:30 besteht die Möglichkeit zum “kollektiven Reinschnuppern” in ein normales Training. Wenn Du also mit dem Gedanken spielst mal vorbei zu kommen, nutze die Gelegenheit und sei nicht alleine als Neuer. ![]()
Infos unter info.muenchen@okinawa-te.de
Ansonsten ist ein freies Probetraining aber auch bei jedem regulären Training (Mo & Do 18:30-20uhr) möglich.
Probetraining
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Neujahr
Ich wünsche allen Schülern, Weggefährten, Freunden und wer sonst noch guten Willens ist ein erfolgreiches, inspiratives Jahr 2011.
Und – Konzentration auf das Wesentliche führt zum Erfolg!
Training Weihnachten/Neujahr
Das Training findet wie gewohnt jeden Montag und Donnerstag statt, auch am 6.1.
Beitrag vom Invaliden
Dann nutze ich auch mal die Gelegenheit mich hier darzustellen und auszubreiten
leider macht das heute nur halb soviel Spaß, weil tippen mit gebrochenem Daumen etwas schmerzt. Aber ich will ja bald nen braunen Gürtel…
OK, Spass bei Seite. Gebrochen hab ich mir den beim Skifahren und nicht im Dojo, wo einem ausser blauen flecken vom blocken wenig zustößt. Mir fehlen die Vergleichsmöglichkeiten mit anderen Stilen und Schulen, weil ich bis auf sechs Monate Judo in der Grundschule keine Kampfkunsterfahrung habe, aber ich schreib mal wie ich dazu kam und was ich fand.
Als ich auf der Suche nach Orientierung 2006 nach Nepal geradelt bin, hat mir am Kailash ein deutscher Hippie Shantaram überlassen, mit dem Kommentar, daß ich das gelesen haben muß. Mußte ich auch, nach der erste Seite. Und nach ein paar Kapiteln überzeugte mich der prügelnde Protagonist mit seiner Sehnsucht nach Gerechtigkeit und Freiheit gleich auf meiner “ToDo Liste für Daheim” “Karate/Kampfkunst” einzutragen. Ok, er hatte leichtes Spiel mit mir
Als mich der Joe nen paar Monate später nach ner Vorlesung gefragt hat ob ich Karate machen will, war mein erstes Bedenken trotzdem: “Mit 23 bist du eigentlich zu alt, die machen das wahrscheinlich alle schon seit der Grundschule”… Dieses Bedenken war völlig unbegründet stellte ich kurz drauf fest und bin geblieben.
Wir sind kein Sportverein oder Fitnessstudio, trainiert wird in quasi familiärer Atmosphäre. Vom Alter sind wir zur Zeit zwischen 17 und 70, die meisten irgendwo in der Mitte und seit der Grundschule trainiert bei uns keiner. Die Frauenquote liegt manchmal über 50%. Im Anschluß gehen wir fast immer noch auf ein, zwei oder vielleicht mehr Getränke weg um zu reden/philosophieren über was einen halt beschäftigt.
Als ich angefangen habe war ich der einzige “Weiße” und kriegte erstmal Monate lang Einzelbetreuung von wechselnden fortgeschrittenen Schülern, die ihr wissen weitergeben sollen. Mit der zeit habe ich festgestellt, wie viel dieses Prinzip auch dem fortgeschrittenem Schüler bringt, vielleicht vor allem ihm.
Schwerpunkt des Trainings ist für mich Aufmerksamkeit, die Ausrichtung und die Haltung im Äußeren wie im Inneren. Ok, das war jetzt fast alles inneres… das find ich halt am spannendsten, weil ich vorher ziemlich viel Sport gemacht hatte, aber ja.. man lernt hier auch seinen Körper zu spüren und vor allem zu kontrollieren. Wie wenig ich das kann wurde mir auch erst hier in den ersten frustrierenden Stunden klar… aber dazu später mehr.
Wie ich zum Karate gekommen bin: Teil I
Meine Freunde, die sich noch erinnern können, wie ich zum ersten Training gekommen bin, haben mich ermuntert, die damaligen Gegebenheiten aufzuschreiben. Ich hatte um’s rechte Auge einen tief-blauen Bluterguss, und sie hegten Überlegungen, dass mich wohl jemand verdroschen hat, und dass ich mir die Fähigkeiten, um mich an den Peinigern zu rächen, in der Karate-Schule aneignen will.
Dem war aber nicht so. Nicht ganz…
Sondern?
Ich hatte zu diesem Zeitpunkt schon in mehreren Kampfkunstschulen gelernt, von Shotokan-Karate, Aikido, über Uechi-Ryu-Karate bis Tai-Chi. Ich war leider nirgendwo lange geblieben, höchstens jeweils ein Paar Jahre, so hatte es sich ergeben. Ich mag es nicht, die Sachen halb oder drei Viertel zu machen. Als ich nach München kam, hatte ich mir fest vorgenommen, irgendwann etwas Gescheites bis zum Ende zu lernen.
Versuch und Irrtum
Ende 2000 war es so weit: Ich nahm mir irgend einen äußeren Vorwand, und schaute mir die Münchener Kampfkunstschulen aus der Nähe an, um eine zu finden, in der ich lernen wollte. Es waren so um die zehn, die ich damals besuchte, und noch so viele waren es, die ich mir in den Jahren davor angeschaut hatte. Eins war klar, es sollte Tai-Chi oder Kung-Fu sein.
Respektable Schulen
Ich fand in München durchaus ein paar Leute, die den Eindruck vermittelten, zu wissen, was sie machen, und ihre Arbeit ernst nehmen. Ehemalige Professoren Chinesischer Wu-Shu-Universitäten, Profi-Bodyguards, Europa- und Weltmeister, und Leute ohne die vorherigen Attribute, bei denen man aber mit bloßem Auge sieht, dass sie einfach gut sind.
… und solche, mit originellen Trainingsmethoden
In einer Schule führte ein junger Kerl die Probestunde. Er hatte in dieser Schule für “realistische Selbstverteidigung” drei Jahre gelernt. Gegen Ende des Probeunterrichts bot er mir und einem Mitinteressenten an, auszuprobieren, wie schwierig es ist, sich zu verteidigen, wenn man auf dem Boden liegt, und zwei Gegner einen angreifen. Wir gingen auf das Angebot beide ein, erst der andere Schüler, dann ich.
Ungewöhnliche Bodentechniken
Wir haben dann jeweils beim Angriff mitgemacht, und es war natürlich klar, in der Situation hat man mit entschlossenen Gegnern kaum eine Chance.
Als ich mich dann auf den Boden gelegt hatte, griffen sie von beiden Seiten an. Unser junger Probenstundenleiter stolperte dabei und fiel mit seinem Knie auf mein Auge. Ich bedankte mich bei der Schule, für das Eis fürs Auge und die Sachen die ich da gelernt hatte (z.B. dass man besser aufpasst, wo man sich zu welchen Zwecken auf den Boden legt) und suchte weiter.
Na dann mal los…
Zeitlos waren wir schon, jetzt zeigen wir uns auch noch modern
.
